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Social Business. Prototypen für magdas Design

Design, Handwerk & materielle Kultur
2. Semester
2015/16

magdas Design – ein neues Social Business der Caritas Wien – lud neben etablierten Designern auch Studierende der NDU ein, Kleinprodukte zu entwerfen, die in den Caritas-Werkstätten in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten hergestellt werden können und anschließend zum Verkauf angeboten werden.

Im Vordergrund stand dabei nicht – wie im klassischen Designprozess– das Produkt und dessen Vermarktung, sondern der sozioökonomische Kontext, die Produktionsbedingungen und die involvierten Personen. Die Interaktion mit den Mitarbeiter/innen, Werkstättenleiter/innen, Betreuer/innen und Auftraggeber/innen erforderte eine sensible Auseinandersetzung mit den sehr unterschiedlichen Zielsetzungen und Erwartungen an das Projekt. Die Studierenden der NDU arbeiteten mit der Tagesstätte Hollabrunn, der Tagesstätte Lanzendorf und der Werkstatt Martin in Friesach zusammen. In gegenseitigen Besuchen im Sommersemester 2016 wurden Ideen ausgetauscht und Konzepte entwickelt.

Die Ergebnisse des Projekts können in einer Ausstellung im Rahmen der Vienna Design Week 2016 vom 30.09. bis 09.10. in carla mittersteig (Mittersteig 10, 1050 Wien) besichtigt werden.

Hier nun eine Auswahl der entstandenen Prototypen (in alphabetischer Reihenfolge).

IPAD SLEEVE/COVER

Hallgrímur Árnason
Tagesstätte Lanzendorf

My concept revolved around the idea of merging elements together. I designed an iPad case made from hand-felted wool to allow the creativity of the Lanzendorf workers to flourish through being able to constantly modify which colors are chosen. I found the key to such a concept was simplicity, allowing me to avoid a design requiring help from their staff. This would allow their efforts to result in a beautiful, functional product that bridges the gaps dividing their unique qualities.

KEEP OPEN

Nicole Babinsky
Tagesstätte Hollabrunn


Bei meinem Projekt war mir einfach wichtig, dass der Klient im Vordergrund steht. Ich wollte etwas Einfaches erschaffen und dennoch dafür sorgen, dass bei den Klienten alle Sinne angesprochen werden können.

Durch das Material Stein und die einfachen Verarbeitungsweisen von ganz groben zu immer feineren und glatteren Strukturen, wollte ich die unterschiedlichen Sinne ansprechen und eine ergotherapeutische Wirkung und eine Steigerung der sensitiven Wahrnehmung erzielen.

WOODEN SPOONS

Julian Ettl
Tagesstätte Lanzendorf

Das Konzept ist, aus Rohlingen (Hartholzbretter ca. 30x10x1 cm) in wenigen, einfachen Arbeitsschritten, hochwertige Löffel und andere Küchenuntensilien herzustellen.

KÜHLEN - LAGERN - PRÄSENTIEREN

Jim Goebel
Tagesstätte Lanzendorf


Aus Beton gegossen besitzt der Hybrid-Weinkühler die besten Voraussetzungen Wein über mehrere Stunden angenehm kühl zu halten. Dazu wird er für 15 Minuten mit Wasser befüllt: Das Material kann sich damit vollsaugen so dass anschließend dieses nach und nach verdunsten und den Wein kühlen kann.

Eine simple, reduzierte und trotzdem starke Form um eine Flasche ideal zu präsentieren ergab das Dreiecksprofil. Nebeneinander und aufeinander gestapelt ergibt sich nun daraus die Funktion des Weinregals. Der in Beton gegossene Sockel erfüllt die Voraussetzungen einer Präsentation, indem er lediglich in seiner Schwere die Flasche untersetzt, unterstreicht und das hervorhebt, was die Flasche visuell bietet.

GEWÜRZBEHÄLTER

Elisabeth Martin
Tagesstätte Hollabrunn


Da im Johanneshaus viel mit verschiedenen Sinnen gearbeitet wird, sollte mein Produkt diese ebenfalls ansprechen. Der Tastsinn steht im Vordergrund, weshalb ich mich beim Material für gebürstetes Lärchenholz entschieden habe.

Mir war wichtig, einen Gebrauchsgegenstand zu machen, der regelmäßig benutzt wird und mit Essen in Verbindung steht, weil es meiner Meinung nach ein Gesamterlebnis ist, das alle Sinne miteinbezieht. Um keine vorgefertigten Teile integrieren zu müssen, habe ich mir ein Verschlusssystem überlegt, das gänzlich ohne Plastik oder Metall auskommt.

KLUPPERL

Mareen Primus
Tagesstätte St. Martin

Aus Formstudien ergibt sich eine neuartige Form einer Klammer aus Holz, die ohne Metallfeder funktioniert. Dabei sind die Faserrichtung und Proportionen zueinander maßgeblich. Das Schneiden des Lasercutters und die Nachbearbeitung von Hand - Schliff und Lasur - ermöglichen einen schnellen, unkomplizierten, präzisen Arbeitsprozess.

HANDGESCHÖPFTES PAPIER

Flora Szurcsik | Livia Teubersen
Tagesstätten Hollabrunn | Lanzendorf

Papier ist eines der am einfachsten zu recycelnden Materialien, ein notwendiger Bestandteil
unserer Kultur und der wichtigste recycelbare Rohstoff Europas.

Händisches Schöpfen von Papier ist eine einfache und nachhaltige Methode, die viel Spaß und Abwechslung in den Arbeitsalltag der Klienten bringen kann, zudem individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bietet und die Kreativität der Klienten fördert.

DOOR WEDGE

Floris Tegetthoff
Tagesstätte St.Martin

Türkeile sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden Haushaltes, jedoch wird diesem Produkt kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Durch einen einfachen Herstellungsprozess und Verwendung von hochwertigem Material, sowie Farbakzente, soll die Bedeutung eines Keils zu neuem Leben erweckt werden.

Drei unterschiedliche Keile, die zusammen einen rechteckigen Holzblock ergeben. Je nach Farbakzent wird Ulme oder Eiche eingesetzt.

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